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Kantorei

20. Januar 2019: Bläserkonzert -TUTTI BRASS-
Artikel von Monika Klein aus der RHEINISCHEN POST vom 23. Januar 2019
40 Musiker lassen das Blech klingen

Die Bläser der Kantorei Leichlingen traten ge­meinsam mit der Posaunenchor Heilix Blechle aus Köln- Holweide/Dellbrück auf und spielten Werke aus mehreren Jahrhunderten
VON MONIKA KLEIN



Was für ein Sound! Fast 40 Blechbläser eröffneten das erste Blas-Konzert der Leichlinger Kantorei am Sonntagnachmittag; Der Po­saunenchor hat nicht nur eine lange Tradition in der Gemeinde, es wer­den auch immer wieder junge Men­schen an die Instrumente herange­führt. Aber so viele waren es noch nie. Das vermutete selbst Matthias Müller, der die Leichlinger Kanto­rei-Bläser leitet.
Zu Gast war der Posaunenchor Heilix Blechle aus Köln-Dellbrück,. in deren Kirche das gleiche Pro­gramm bereits am Samstag aufge­führt wurde; Und das begann zu­nächst festlich und strahlend mit einem Madrigal von Hans Leo Hassler. Am Ende kamen alle Mitwirken­den noch einmal auf die Zeit der Re­naissance zurück. Doch dazwischen gab es große Zeitsprünge bis in die Gegenwärt, von beiden Ensembles im Wechsel.
Tobias Wember, der junge Lei­ter des Dellbrücker Posaunenchores, hat selbst Jazzposaune studiert. Ein Beispiel stand auch auf dem Pro­gramm. Ein Stück mit vorwiegend ruhigem Charakter mit dem Titel „Exaggerated", was man mit „Über­trieben" übersetzen kann.
Heilix Blechle entführte die Besu­cher kurz in den Markusdom von Ve­nedig, wo Giovanni Gabrieli Orga­nist war und vielleicht auch seine „La Spiritata" aufgeführt hat. Und übersprang gleich
400 Jahre, um eine neue Choralpartita des 1971 geborenen Traugott Fünfgeld anzu­schließen. „Wie schön leuchtet der Morgenstern" gehöre in Dellbrück traditionell zum ersten Konzert im neuen Jahr, erklärten die Gäste, al­lerdings in wechselnden Arran­gements. Und sie hatten noch ein flottes freies Stück dabei: „Krawuzi-kapuzi" von Leonhard Paul. „Heilix Blechle" habe auf jeden Fall die ori­ginellsten Titel zu dieser Koopera­tion beigetragen, räumte Müller in seiner Moderation ein.

Die Leiehlinger mit ihrem braven Etikett „Bläser der Kantorei" revan­chierten sich mit besonderem En­gagement und Präzision. Zum Bei­spiel mit einem spritzig und frisch gespielten Werk über den Choral „Nun danket alle Gott" des Kirchenmusikers und -komponisten Oskar Gottlieb Blarr, von dem ihm leider nur dieses eine Werk für Po­saunenchor bekannt sei, bedauerte Matthias Müller, und: „Schade, des sollte mehr geben." Dieser Meinung konnten sich die Zuhörer sehr wohl anschließen. Mit weichem Sound setzten die Leichlinger die Bach'sche Variante des Chorals dagegen, um sich dann ganz auf Komponisten des 20. Jahrhunderts zu konzentrie­ren. Eindrucksvoll klang die „Anti­phon" von Anton Bruckner, die je­weils mit einer schlichten Solozeile einer Posaunistin auf der Empore begann und von allen Bläsern ge­meinsam beantwortet wurde.



INFO
1952 wurde der Bläserchor gegründet
Geschichte:

Der Blechbläser­kreis begann 1952 als Posau­nenchor der Evangelischen Kir­chengemeinde Leichlingen. Die instrumentale Besetzung umfasst Trompete, Flügelhorn, Waldhorn, Tenorhorn, Posaune und Tuba.



 



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