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Kantorei

13. Oktober 2018: 3. Orgelmenu: Genuss für Leib und Seele
Genuss für Leib und Seele
Ganz im Zeichen Frankreichs stand das dritte Orgelmenu, das am Samstag, den 13. 10. in der evangelischen Kirche sowie im Gemeindehaus stattfand. „Vive la France“ – ein musikalisch – kulinarischer Streifzug durch Frankreich, lautete das diesjährige Motto.

Demgemäß war der große Saal des Gemeindehauses vom Veranstalter, dem Freundeskreis für Kirchenmusik, mit Landkarten und großen Postern geschmückt, die zuvorderst die Leichlinger Partnerstadt Marly le Roi unweit von Paris zeigten. Blau- weiß- rote Fähnchen auf den Tischen, das Service-Personal mit französischen Schürzen unterwegs: Frankreich also.  Knapp 40 Personen hatten sich als Gäste eingefunden bei Kantor Carsten Ehrets Ohrenschmaus und Marianne Beckers Gaumenschmaus. Während der Kantor weitgehend  auf sich allein gestellt war, standen  der Küchenchefin zahlreiche Helferinnen und Helfer zur Seite, die an liebevoll arrangierten Gedecken den Gästen nahezu lukullische Speisen reichten. Natürlich kamen die von „Sommelier“ Otto Büchel, gleichzeitig Vorsitzender des Freundeskreises, sorgfältig ausgesuchten Weine in rot, weiß oder rosé ebenfalls aus Frankreich. Sie waren so großartig wie der ganze Abend.
Kantor Ehret, der für den musikalischen Teil verantwortlich war, hatte ein abwechslungs-reiches Programm klug ausgewählt. Mit kleinen Filetstücken des 17. und 18. Jhds. unter dem Titel „Musique pour le roi“  begann der Abend in der Kirche an der Markstraße, die anfangs  noch vom Licht der Abendsonne geflutet war. Erstmalig hieß es dann „Ortswechsel – hinüber ins Gemeindehaus “, wo eine launige Begrüßung und eine köstliche Vorspeise die Gäste in zunehmend gehobene Stimmung brachten. Vor dem Hauptgang – coq au cidre mit Chicoree und zarten Kartoffeln – ließ Kantor Ehret unsere feine Barockorgel als „L’orgue romantique mit großen Stücken berühmter französischer Orgelkompositeure des 19. bzw. 20. Jhds. “ erklingen. Dem eher feinsinnigen Orgelspiel des ersten Blocks standen jetzt üppige, ja wuchtige symphonische Orgelwerke von Charles Maria Widor, Léon Boellman, César Franck und Louis Vierne gegenüber -  eine großartige  Demonstration der Vielfalt unserer prächtigen Schuke-Orgel. Der dritte musikalische Block war betitelt mit „Un plaisir pour le dessert“, ein echter aperitif für das spätere Dessert im Gemeindehaus. Die Palette reichte jetzt von kecken Fanfarentönen bis zu fröhlichen Bolero-Rhythmen, und als Rausschmeißer gab`s die Carmen-Fantasy nach George Bizet, eigentlich etwas zum Mitschwingen und Mitsingen, bevor ein spezieller Nachtisch („dessert“) die ohnehin schon sehr heitere Stimmung weiter versüßte. Nach mehr als dreieinhalb Stunden Genuss für Leib und Seele ging das diesjährige Orgelmenu zu Ende. Die Küche samt fleißigen Helferinnen und Helfern begann mit dem Aufräumen.
Fazit: eine großartige, überaus unterhaltsame  Veranstaltung für Ohren und Gaumen in sehr netter Atmosphäre:  mit klug ausgewählten, kompetent erläuterten  und hervorragend vorgetragenen Orgelwerken durch unseren Kantor Carsten Ehret und mit einem wundervollen Menu „dazwischen“. Allen Beteiligten, insbesondere dem Küchenteam, sei ganz herzlich gedankt. „Viva la france“ in diesem Herbst war toll! Es wäre schön, wenn das nächste Orgelmenu nicht erst wieder in fünf Jahren aufgetischt würde.    


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