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Kirchengemeinde

15. April 2018: Migrationstag des Ökumenischen AK „MIGRATION“
Mit einem großen Banner an der Funchalbrücke lud der Ökumenische Arbeitskreis "Migration" alle Leichlinger Bürgerinnen und Bürger zum „Migrationstag“ ein.


PRESSEECHO
Kölner Stadtanzeiger vom 17.4.2018 



Leichlingen -
"Kinder sind ideale Vermittler und helfen den Erwachsenen dabei sich anzunähern und miteinander zu kommunizieren", erklärte Susanne Kornatz, Ehrenamtlerin des Ökumenischen Arbeitskreises Migration. Diese Aussage unterstrich die eigentliche Intention des Migrationsfestes. Am Sonntagmittag trafen sich im Bürgerhaus am Hammer Flüchtlinge und Leichlinger Bürger, um gemeinsam zu essen, sich kennenzulernen und auszutauschen.
Das Buffet war gefüllt mit lauter Spezialitäten aus mehreren Kulturen. Typisch deutsch waren Kartoffelsalat und Frikadellen. Die Süßspeise Baklava aus der Türkei und Bulgur, ein klassisches Weizengericht aus Syrien, standen ebenfalls auf der Speisekarte.
Heimatländer vorgestellt
Aber es wurde auch Bier ausgeschenkt und Schweinefleisch gegessen. Einer ehrenamtlichen Helferin nach gehöre die deutsche Esskultur zu einer gelungenen Integration. Jegliche Entscheidung für oder gegen den Konsum wurde akzeptiert.
Nach dem gemeinsamen Ausflug in die orientalische Küche ging die kulturelle Reise weiter. Die Flüchtlinge stellten ihre Heimatländer anhand von Fragen der Besucher vor. Auf Plakaten wurde alles Wissenswerte über Syrien, Eritrea, Iran und den Irak zusammengetragen. Ein Plakat wurde mit Informationen über Deutschland gefüllt.
"Durch ihre persönlichen Erfahrungen können die Flüchtlinge den Bürgern ihre Kultur und die Lebensbedingungen in der "arabischen Welt" erklären", so Susanne Kornatz. Für die kleinen Besucher wurden eine Hüpfburg und ein Riesenkicker organisiert. "Das Unternehmen Verleih-ER hat uns das Outdoor-Spielzeug kostenlos zur Verfügung gestellt", erzählte Paul Huppertz, Arbeitskreis-Mitarbeiter.
Ein weiteres Angebot an diesem Tag war die Leseecke. Diese bestand aus Decken, die auf dem Boden verteilt wurden, und mehreren Kissen. "Kinder mit starken sprachlichen Defiziten bekommen durch das Vorlesen ein besseres Verständnis für die deutsche Sprache", so Huppertz. Zudem konnten die Besucher Gesellschaftsspiele ausleihen. Im Mittelpunkt stand an diesem Tag das Miteinander. Die Flüchtlinge wurden zu Multiplikatoren und halfen aktiv beim Aufbau und auch beim anschließenden Aufräumen mit. "Wir würden uns sehr über junge Verstärkung freuen", sagte Ehrenamtlerin Susanne Kornatz.
Aus diesem Grund hat Paul Huppertz den Leichlinger Turnverein kontaktiert, dieser wird am "Sporttag" Freiwillige organisieren. Die Mitglieder des LTV werden Flüchtlinge über verschiedene Sportarten informieren. Ziel ist es, die Auswanderer in die Sportvereine zu integrieren, um mehr Kommunikation zwischen den Kulturen herbeizuführen.
Die Mutter Shirin Shebab möchte mehr mit deutschen Frauen in Kontakt treten und besuchte deswegen den Migrationstag. Ihr kleiner Sohn nimmt an einem Brückenprojekt der evangelischen Gemeinde Leichlingen teil. Das Angebot in der Grundschule Büscherhof soll die Kinder aus Migrantenfamilien fördern und an Kitas heranführen. Zudem wird ihrem Sohn dadurch die Sprachentwicklung erleichtert. "Ich besuche jeden Tag den Deutschkurs", erzählte Shirin Shebab.
Jeden Mittwoch findet das "Migrationsmarktcafe" zwischen 15 und 17.30 Uhr statt. "In der Brückenstraße 33 kann sich bei Kaffee, Tee und Gebäck ausgetauscht und kennengelernt werden", so Susanne Kornatz.
– Quelle: https://www.ksta.de/30027598 ©2018



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