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Presseecho: Kölner Stadtanzeiger vom 16. Juli 2018

Leichlingen – Romantik bis Jazz - Abwechslungsreicher Auftakt beim Orgelsommer
Thorsten Göbel lieferte zum Orgelsommer ein breites Spektrum von Romantik bis Jazz

Der Sinn der Konzertreihe des Leichlinger Orgelsommers ist natürlich auch, dem Publikum über mehrere Wochen hinweg jeden Freitag ein rund einstündiges Wohlfühlerlebnis der musikalischen Art zu bescheren. In erster Linie aber geht es darum, die ungeheure Bandbreite der Orgelmusik zu präsentieren. Eine Antwort auf die Fragen zu liefern: Was ist an diesem Instrument, das bei den meisten Menschen doch eher als Beiwerk für Gottesdienste angesehen wird, möglich? Wie klug wählt der jeweilige Protagonist an den Tasten die Stücke für seinen Auftritt aus? Wie stellt er die Schönheit des Instrumentes heraus?
Ausflug in die Romantik
Carsten Ehret, Kantor der evangelischen Gemeinde und somit Herr der Noten im Gotteshaus an der Marktstraße sowie Organisator des Orgelsommers, bewies gleich zu Beginn des diesjährigen Reigens, dass er ein Mann der Antworten ist. Seine Wahl fürs erste Konzert fiel nämlich auf den Düsseldorfer Organisten Thorsten Göbel. Und der wiederum präsentierte viele Facetten des Orgelspieles: Carl Philipp Emanuel Bachs „Preludio per il Organo“ deutete jene Romantik bereits an, die mit Felix Mendelssohn-Bartholdys Präludium und Fuge in B-Dur voll zum Tragen kam in ihrer Feier der zu Herzen gehenden Melodien.
Mit Joseph Haydns vier Werken für Flötenuhren steuerte Göbel sodann ein Stückchen Humor bei, einen Happen Verspieltheit und etwas Verliebtheit in die weniger dramatische denn vielmehr dezente Seite des Instruments. Die Orgelsonate Hermann Schroeders wiederum geriet spröde und mitunter jazzig – ein Stück für Hörer, die ein traditionelles Instrument wie die Orgel gerne auch in fremden Gefilden „wildern“ und überzeugen hören wollen. Nicht umsonst gilt Schroeder (1904-1984) als Wegbereiter für die Orgelmusik der Nachkriegszeit.
Abgerundet wurde Göbels Auftritt schließlich mit Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in h-Moll und der ihr innewohnenden Ästhetik des Tonleitersprunges sowie mit Alfred Hollins„ „Concert Ouverture“ in c-Moll, die einmal mehr die moderne, neue Seite der Orgelliteratur abdeckte. Besser, weil vielfältiger und abwechslungsreicher, hätte dieser Orgelsommer 2018 nicht beginnen können. In der kommenden Woche, am Freitag, 20. Juli, gastiert um 19 Uhr der Mainzer Organist Niklas Jahn in der Kirche an der Marktstraße. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen im Internet. www.kantorei-leichlingen.de

Presseecho: Rheinische Post