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Kurzkonzeption und Leistungsbeschreibung
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Wir verstehen die Familie als den Raum, in dem Kinder vorrangig aufwachsen und sich entwickeln.

Der Begriff Familie umfasst für uns Lebensformen, in denen Menschen verschiedener Generationen

dauerhaft miteinander verbunden sind und füreinander Verantwortung übernehmen.

Als evangelisches Familienzentrum sehen wir unsere primäre Aufgabe in der Unterstützung von

Familien in ihren vielfältigen Aufgaben. Wir möchten in diesem Zusammenhang verlässliche Rahmenbedingungen bieten, die die Leistungsfähigkeit von Familien stützen und die bedarfsorientierten Angebote einer familiengerechten Infrastruktur in unserem Familienzentrum bündeln.

Nach einer gründlichen Analyse der Bedarfe, der Angebotsstruktur für Familien vor Ort und der

Sozialraumstruktur im Einzugsbereich unserer Einrichtung sind wir vielfältige Kooperationen eingegangen.

Diese halten nach unserer Auffassung eine vielfältige am Bedarf von Eltern und Kindern

ausgerichtete Angebotsstruktur in unserem Familienzentrum bereit.

Da sich sowohl Bedarfe als auch Bedingungen innerhalb unseres Sozialraumes verändern, ist eine

regelmäßige Überprüfung der Ausgangssituation mit den tatsächlich vorhandenen Bedingungen für

uns obligatorisch. Die Angebotsstruktur in unserem Familienzentrum ist bewusst niederschwellig

und dynamisch: Sie verändert sich mit den sich ändernden Rahmenbedingungen und sie ist in acht Bereiche gegliedert, die wir im Folgenden näher beschreiben.

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1. Beratung und Unterstützung von Kindern und Familien

 

Um eine vernetzte Angebotsstruktur dauerhaft nutzen zu können, verfügt unser Familienzentrum

über ein aktuelles Verzeichnis von Beratungs- und Therapiemöglichkeiten sowie eine Übersicht zu Angeboten der Gesundheits- und Bewegungsförderung in unserer Umgebung.

Durch unterschiedliche Gesprächsanlässe (Hausbesuche, regelmäßige Entwicklungsgespräche (2

mal pro Jahr mit allen Eltern), Konfliktgespräche, etc.) stellen wir sicher, dass ein guter Austausch mit den Familien gewährleistet wird. In Absprache mit der Beratungsstelle stellen wir für Eltern einen Kontakt zur Beratungsstelle her, begleiten wir Eltern in die offene Sprechstunde oder zum Erstgespräch, begleiten den gesamten Prozess bzw. vereinbaren Wege zur Rückmeldung an die Kindertagesstätte.

Wir organisieren eine offene Sprechstunde der Erziehungsberatungsstelle in unseren Räumlichkeiten an jedem 3. Montag im Monat in der zeit von 14.00-15.00 Uhr. Sollte eine individuelle Erziehungsberatung in unseren Räumen gewünscht sein, so ist dies aufgrund unseres großzügigen Platzangebotes in einer ungestörten Beratungssituation möglich. Ansonsten findet die Beratung in den Räumlichkeiten der Beratungsstelle ca. 800m Fußweg vom Familienzentrum statt.

In Kooperation mit der RAA Berg, Gladbach bieten wir in den Räumen der KiTa Familien mit Zuwanderungsgeschichte Hilfen zur Überwindung sprachlicher Barrieren an.

Wir organisieren unterschiedliche Eltern-Kind-Gruppen für Familien mit unter dreijährigen Kindern durch das Erwachsenenbildungsbüro der Ev. Kirchengemeinde Leichlingen. Im Ev. Gemeindezentrum (1km von der KiTa entfernt) finden mindestens 1x wöchentlich folgende Angebote statt:

Geleitete Babygruppen mit Informationen und Austausch rund um das erste Lebensjahr (Ernährung, Pflege, Prävention, päd. Themen), gestaffelt nach Lebensalter

Säuglingsgymnastik, Geleitete Eltern-Kind-Gruppen, Integrative Eltern-Kind-Gruppe für Kinder ab dem 2. Lebensjahr mit und ohne Behinderung, Eltern-Kind-Gruppe ohne ständige Begleitung.

Bereits seit vielen Jahren finden in unserer Einrichtung Projekte und Kurse zur Sprachförderung

statt. Diese Sprachfördermaßnahmen für Kinder im Alter zwischen vier Jahren und dem Schuleintritt stehen auch Kindern aus anderen Kindertageseinrichtungen und Kindern, die keine Kindertageseinrichtung besuchen, offen und werden von diesen besucht. Diese Kooperation mit den anderen Kindertageseinrichtungen und dem örtlichen Jugendamt ist seit einigen Jahren gelebte Praxis. Wir verfügen mit den Herner Materialien über ein anerkanntes Verfahren zur allgemeinen Früherkennung.

Dies wurde in einer Teamfortbildung mit unserem Coach im Rahmen der Entwicklung eines Sozialen Frühwarnsystems für unser Familienzentrum eingeführt. Zusätzlich verwenden wir im Bereich der Sprachförderung die „Sismik und Seldak" Beobachtungsbögen, sowie den Recklinghauser Beobachtungsbogen der Initiative für das seelisch gesunde Kind zur Vorlage bei den

Vorsorgeuntersuchungen U8 und U9. Durch die Unterschrift der Eltern zur Schweigepflichtentbindung gewährleisten wir einen fallbezogenen Informationsaustausch mit den beteiligten Kinderärzten.

Aufsuchende Elternarbeit ist für uns obligatorisch und in der Konzeption der Kindertageseinrichtung

verankert. Vor jeder Aufnahme in die KiTa steht ein Hausbesuch. Durch die Kooperation mit

der RAA Berg. Gladbach haben wir auch hier die Möglichkeit, im Bedarfsfall auf mehrsprachige

Ansprechpersonen zurückgreifen zu können.

Gemeinsam mit der Sprachtherapeutischen Praxis Annette Herweg und der ergotherapeutischen

Praxis Hans-Jörg Kühn haben wir für Kinder die Möglichkeit individueller Therapien in unseren

Räumlichkeiten geschaffen. Während unserer Öffnungszeiten können Kinder in die nahe gelegenen

Praxen gebracht werden. Ab dem 08. Mai 2007 gibt es zusätzlich das Angebot einer Ergo- und

Sprachtherapeutischen Versorgung von Kindern in unserem Haus (Sprachtherapie: dienstags und

donnerstags von 08.30-13.00 Uhr; Ergotherapie: dienstags von 08.30-14.00 Uhr).

Die offene Sprechstunde der Sprach- und Ergotherapeuten ist jeden 2. Montag im Monat in der Zeit von 14.00-15.00 Uhr im Familienzentrum. Mit beiden Praxen bieten wir regelmäßig Informationsveranstaltungen für Eltern im Rahmen unseres Elternforums an.

Auf Anfrage ermöglichen wir Familienselbsthilfeorganisationen und Elternvereinen, Treffen und

Beratungen in unseren oder den Räumlichkeiten der Ev. Kirchengemeinde durchzuführen.

Beratungsleistungen zu nicht-erziehungsbezogenen Themen wie z.B. Schuldnerberatung, Haushaltsorganisationstraining etc. werden durch uns in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Leverkusen organisiert (zuständig: Frau Pott und Frau Boje) und sind im Kooperationsvertrag festgeschrieben.

Die Frühförderstelle der Lebenshilfe Rhein-Wupper e.V. bietet in unseren Räumen jeden Montag in der Zeit von 15.00-17.00 Uhr eine feste Frühfördergruppe an. Dieses Angebot konnte vorher nur in Wermelskirchen (ca. 22km entfernt) wahrgenommen werden und war mit entsprechenden Fahrzeiten versehen. Zusätzlich ermöglichen wir allen Eltern die Möglichkeit eines Erstkontaktes sowie einer Entwicklungsüberprüfung des Kindes in unserem Familienzentrum.

Eine offene Sprechstunde der Frühförderstelle haben wir an jedem 1. Montag im Monat zwischen

13.30 und 14.30 eingerichtet. Alle Angebote und Dienstleistungen wurden von den anbietenden Personen dem gesamten Team vorgestellt.

Mit Frau Edeltraud Koch (Gruppenleiterin in der KiTA) stellen wir sicher, dass in unserem Familienzentrum eine Fachkraft durch Teilnahme an einem dauerhaften Arbeitskreis des Rheinisch Bergischen Kreises für interkulturelle Öffnung spezialisiert ist.

Mit Frau Kathrin Fassin (Kinderschutzfachkraft und Mitarbeiterin des DKSB) stellen wir sicher,

dass das Thema „Kinderschutz" kompetent bearbeitet wird. Frau Fassin hat zuletzt im Mai 2005

eine ganztägige Fortbildung mit dem gesamten Team zum Thema „Kinderschutz" durchgeführt.

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2. Familienbildung und Erziehungspartnerschaft

 

Unser Familienzentrum hat sich zum Ort von Familienbildung entwickelt. Wir halten ein vielfältiges

Angebot vor, das durch Elternwünsche und -anregungen mitgestaltet wird. Insbesondere unter

diesem Aspekt machen wir für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte spezielle Bildungsangebote.

Um den Eltern einen möglichst umfassenden Überblick über die vorhandenen Angebote zu verschaffen, haben wir ein aktuelles Verzeichnis der Eltern- und Familienbildung in unserer Region

zusammengestellt.

Zur Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern organisieren wir mit Unterstützung des Erwachsenenbildungsbüros der Ev. Kirchengemeinde regelmäßig Elternkurse (Starke Eltern - Starke Kinder.
Die Kurse sind so angelegt, dass 30% der Eltern die Möglichkeit haben, diese zu besuchen.

Das Kursangebot umfasst sowohl Nachmittagsveranstaltungen mit Kinderbetreuung im Familienzentrum als auch Abendveranstaltungen mit der Möglichkeit der Babysittervermittlung.

Ein Elterncafé findet in unserer Elternschaft bisher keine Resonanz. Dies wurde durch unsere Umfrage im Dezember erneut deutlich bestätigt. Als alternativen Treffpunkt bereiten wir eine Elternbibliothek vor, die den Eltern als Treffpunkt dienen kann.

Im Rahmen unseres Elternforums organisieren wir Elternveranstaltungen zu unterschiedlichen pädagogischen Themen und Fragestellungen (12x pro Jahr).

Die Veranstaltungen werden gesondert über Aushänge, Flyer, Gemeindebrief und dem Programmheft der Erwachsenenbildung (überregional) bekannt gegeben. Die Angebote sind so strukturiert, dass Sie auch von vollberufstätigen Eltern wahrgenommen werden können. Ein Beispiel hierfür wäre das in Kooperation mit der Fachstelle für Männerarbeit der EKiR stattfindende Väter-Kind- Wochenende Anfang September 2007 oder die wöchentlich in unseren Räumlichkeiten stattfindende Wirbelsäulengymnastik (dienstags von 16.30- 18.00 Uhr in 2 Gruppen).

 

Speziell für die Familien mit Zuwanderungsgeschichte organisieren wir regelmäßige Treffen in

Kooperation mit der RAA Berg. Gladbach. Hier werden pädagogische Fragen und Erziehungsfragen in türkischer Sprache diskutiert und die Arbeit des Familienzentrums erläutert bzw. Bedarfe abgefragt. Dieses Angebot soll auch für andere Sprachen ausgebaut werden. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Herr Kornwinkel)und der RAA (Frau Dr. Caperle) erarbeiten wir ein Konzept und die Implementierung von Deutschkursen in Zusammenarbeit mit der VHS Bergisches Land (Frau Langholz-Baumgartner).

Das „Rucksackprojekt" führen wir bereits seit mehreren Jahren erfolgreich durch. (RAA Frau Selver

Kalay)

Grundsätzlich ermöglichen wir Eltern die Durchführung selbstorganisierter Aktivitäten in unseren

Räumen bzw. dem Außengelände. Hierunter fallen auch die Grill- und Abschlussfeiern in den jeweiligen Gruppen sowie Übernachtungen von Kindern und Eltern in der KiTa.

Im Bereich der Gesundheits- und Bewegungsförderung bieten wir gezielte Eltern-Kind-Turnkurse an. Diese finden wöchentlich mittwochs ab 16.00 Uhr in unserer Turnhalle statt.

Um die musikalische Früherziehung in unserer KiTa zu ergänzen, bieten wir unterstütz durch den Freundeskreis der Ev Kindertagesstätte Leichlingen e.V. wöchentlich stattfindende Kurse zur musikalischen Früherziehung immer donnerstags ab 14.00 Uhr in unserer Einrichtung an.

 

3. Kindertagespflege

 

Wir organisieren die Vermittlung von Tagespflegepersonen in Kooperation mit der Fachvermittlungsstelle des Amtes für Jugend und Schule der Stadt Leichlingen.

Durch die enge Kooperation mit dem örtlichen Jugendamt (Frau Dagmar Jankowiak) verfügen wir über Kenntnisse der Tagespflegepersonen in unserer Stadt. Diese werden in unsere Veranstaltungen (Elternforum; Teamfortbildungen, Tag der offenen Tür) eingebunden.

Durch regelmäßige Treffen im örtlichen Arbeitskreis mit der Fachvermittlungsstelle stellen wir sicher, dass wir auf Fragen zum Thema Tagespflege kompetent eingehen können.

Frau Jankowiak hat regelmäßige wöchentliche Sprechzeiten, die sie im Rahmen unserer Kooperation anbietet. Entsprechende Informationsmaterialien für Eltern stehen im Familienzentrum und bei den Kooperationspartnern zur Verfügung. Dadurch werden auch Familien mit unter dreijährigen Kindern erreicht,  die keine Kindertageseinrichtung besuchen.

Über die Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe verfügen wir über Kenntnisse von Tageseltern, die eine Kompetenz für die Betreuung von Kindern mit Behinderungen haben. Analog gilt dies für Tageseltern mit interkulturellen Kenntnissen durch die RAA Berg. Gladbach und die örtliche Fachvermittlungsstelle.

 

Eine Teilnahme von Tagespflegeltern an Spielgruppen und zur Vorbereitung des Übergangs der

Kinder in die Kindertageseinrichtung ist möglich und ausdrücklich erwünscht.

Mit der Fachvermittlungsstelle ist die Einrichtung eines regelmäßigen Treffens von Tageseltern in

unseren Räumen sichergestellt. Dies wurde in der JHA-Sitzung am 13.03.2007 beraten und ab Mai

2007 umgesetzt. Die Begleitung durch die Tageselterngruppe erfolgt zunächst durch die Leitung

des Familienzentrums (Herr Stefan Friedrich) und die zuständige Mitarbeiterin im örtlichen Jugendamt(Frau Dagmar Jankowiak). Die Qualifizierung der Tagespflegepersonen erfolgt nach den

für den Rheinisch Bergischen Kreis einheitlich festgelegten Kriterien, die im Wesentlichen an das

DJI-Programm anschließen.

 

4. Vereinbarkeit von Familie und Beruf

 

Unser Familienzentrum unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir sind die Einrichtung mit den längsten Betreuungszeiten in der Stadt.

Der zeitliche Betreuungsbedarf wird von uns bereits bei der Anmeldung so abgefragt, dass wir auch Bedarfe erfassen, die über unsere momentanen Öffnungszeiten hinausgehen.

In einmal jährlich stattfindenden Umfragen eruieren wir den zeitlichen Betreuungsbedarf der Familien

und erfassen dabei auch Zeiten außerhalb unseres Kontingentes.

Für Eltern mit Betreuungsbedarf außerhalb unserer Öffnungszeiten organisieren wir eine entsprechende

Beratung.

In unserer Einrichtung organisieren wir für alle Eltern die dies wünschen ein warmes Mittagessen. Darüber hinaus ermöglichen wir Eltern und Geschwisterkindern die Teilnahme an der Mahlzeit.

Für die Betreuung der Kinder im häuslichen Bereich verfügen wir über einen Pool von Babysittern

zur Vermittlung an interessierte Eltern. Eine Notfallbetreuung für Kinder, deren Geschwister die

Kindertageseinrichtung besuchen wird durch uns organisiert. Dies gilt ebenfalls für die Notfallbetreuung einrichtungsfremder Kinder und Familien im Zusammenhang mit Ferienbetreuung oder anderer Schließungszeiten durch Kooperation mit benachbarten Kindertageseinrichtungen (Elterninitiative „Arche Noah"; Ev. Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt", städtische Kindertagesstätte „Förstchen").

 

Im Bedarfsfall organisieren wir das Bringen und Abholen der Kinder durch Rücksprache mit anderen

Eltern aus dem Wohnumfeld der betroffenen Familie. Eine häusliche Betreuung im Krankheitsfall

wird von uns in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Leverkusen (Frau Christa Pott)

durch die Familienhilfe organisiert.

 

5. Sozialraumbezug

 

Am Anfang dieser Kurzkonzeption haben wir die Bedeutung des Sozialraumbezuges und der damit

verbundenen Niedrigschwelligkeit der Angebote bereits kurz dargestellt.

Die Entwicklung unserer Angebotsstrukturen sowie deren Inhalte erfolgten aufgrund einer ausführlichen Analyse der sozialen Lage der Menschen in unserem Einzugsbereich. Gemeinsam mit der kommunalen Fachberaterin, der kommunalen Jugendhilfeplanung und dem Vorsitzenden des Presbyteriums der Ev. Kirchengemeinde Leichlingen haben wir uns einen Überblick über die Situation der Menschen in unserem Einzugsbereich verschafft. Aufgrund ständiger Teilnahme an der AG§78 (mindestens 4x im Jahr) und den Kontakten in den Jugendhilfeausschuss verfügen wir über aktuelle qualitative Informationen aus unserem Umfeld.

Daraus resultierend ist es zu einer Schwerpunktbildung im Bereich „Interkulturelle Arbeit" in unserem Familienzentrum gekommen, weil an keinem anderen KiTa-Standort in der Stadt eine solche Zahl von Familien mit Zuwanderungsgeschichte auftritt.

 

Durch den Kontakt zu den Grundschulen im regionalen Arbeitskreis KiTa-GGS ergibt sich daraus

weiterhin eine engere Kooperation mit der Grundschule (GGS Büscherhof, Leichlingen), die die

meisten Kinder aus diesen Familien betreut und der dort vorhandenen Offenen Ganztagsschule. Der Schulleiter und die Leiterin der OGS sind in die Sitzungen des Kindertagesstättenausschusses des Trägers eingebunden. Des Weiteren gibt es regelmäßige gemeinsame Treffen zwischen der Leitung des Familienzentrums und der Leitung der OGS. So ist ein institutionsübergreifender Austausch im Sinne einer inhaltlichen und strukturellen Vernetzung entstanden.

Grundsätzlich können alle interessierten Familien, nicht nur aus den benachbarten Kindertageseinrichtungen, unsere Angebote nutzen. Dies wird aus den bereits geschilderten Vernetzungen und der Verbreitung unserer Angebote auch an den Grundschulen deutlich.

Durch regelmäßige Dienstbesprechungen mit dem Träger des Familienzentrums sowie ein regelmäßiges Treffen aller Kooperationspartner (beides mindestens 1x im Jahr) stellen wir sicher, dass unsere Angebote im Hinblick auf den Bedarf im Umfeld überprüft werden. Dies ist in unseren Kooperationsverträgen festgeschrieben.

 

6. Kooperation und Organisation

 

Durch das große Raumangebot in unserer Einrichtung und durch die Räumlichkeiten im Gemeindezentrum der Ev. Kirchengemeinde Leichlingen verfügen wir über eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Durchführung der unterschiedlichen Angebote. Da diese fußläufig nur etwa 1 km auseinander liegen ist eine entsprechende Nutzung für Eltern unproblematisch. Eine wechselseitige Beeinträchtigung zwischen den Angeboten im Familienzentrum und der pädagogischen Arbeit in der Kindertageseinrichtung ergibt sich nicht.

 

Zur einfacheren Orientierung für alle pädagogisch tätigen Kräfte sowie für alle MitarbeiterInnen der Kooperationspartner haben wir eine Aufstellung angefertigt, aus der klar ersichtlich ist, wer für welche Aufgaben und Angebote im Familienzentrum zuständig ist. Dieses Kooperationsverzeichnis ermöglicht ebenfalls die Kontaktaufnahme der Kooperationspartner untereinander, da alle hierfür benötigten Informationen aus dieser Liste hervorgehen.

Eine Lenkungsgruppe bestehend aus der Leitung des Familienzentrums (Herr Stefan Friedrich),

Vertretern des Trägers (Herr Arntz; Herr Görn), sowie dem Erwachsenenbildungsbüro (Frau Christiane Broemel) trifft sich etwa monatlich, um über die Weiterentwicklung des Familienzentrums zu beraten.

 

Schriftliche Kooperationsvereinbarungen haben wir getroffen mit:

- Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder der katholischen Erziehungsberatung e.V.

- Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirchengemeinde Leichlingen

- Amt für Jugend und Schule der Stadt Leichlingen

- RAA Bergisch Gladbach

- Fachstelle für Männerarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland

- Diakonisches Werk des Evangelischen Kirchenkreises Leverkusen

- Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe Rhein-Wupper e.V.

- Fachstelle für Prävention des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis Lennep

 

7. Kommunikation

 

Wir sorgen als Familienzentrum für die Bekanntmachung unserer Angebote. Wir versuchen zielgruppendifferenziert und zielgruppenspezifisch vorzugehen.

Aus den erstellten Flyern sind die Angebote aus allen Leistungsbereichen ersichtlich. Zusätzlich

werden die aktuellen und anstehenden Angebote über die Infotafeln im Familienzentrum bekannt

gegeben und im Gemeindebrief sowie der lokalen Presse veröffentlicht.

Über die Internetseite der Evangelischen Kirschengemeinde Leichlingen ( http://www.kirche-leichlingen.de ) und den entsprechenden Link auf der Startseite, oder direkt über http://www.kirche-leichlingen.de/kita/familienzentrum/programm.htm  und über unsere Emailadresse familienzentrum.leichlingen@online.de  können Familien jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen und eine schnelle Rückmeldung (i.d.R. innerhalb von 24 Stunden) erhalten.

 

Präsentiert werden unsere Angebote und Veranstaltungen ebenfalls durch einen jährlichen Tag der offenen Tür oder ein entsprechendes Fest (Sommerfest, Gemeindefest, Stadtfest, Bürgerfest, etc.).

 

8. Leistungsentwicklung und Selbstevaluation

 

Als Familienzentrum sehen wir eine wichtige Aufgabe in der kontinuierlichen Anpassung und Weiterentwicklung unseres Konzeptes und unserer Leistungen.

Grundlage hierfür bildet diese Konzeption/Leistungsbeschreibung und die in Zusammenhang mit

dieser erstellten Unterlagen.

Wir stellen ferner sicher, dass durch eine jährlich stattfindende Bedarfsabfrage mit speziell auf das Familienzentrum ausgerichteten Fragestellungen, die Bedarfe von Eltern erkannt und frühzeitig umgesetzt werden können.

 

Fragestellungen zum Thema „Familienzentrum" sind regelmäßiger Bestandteil unserer monatlich

stattfindenden Gesamt-Teambesprechungen.

Die Kooperation mit dem örtlichen Jugendamt ist für uns selbstverständlich. Die Einrichtung der

Angebotsstruktur in unserem Familienzentrum erfolgte ebenfalls in enger Abstimmung mit diesem.

Wir verfügen mit dem Bundesrahmenhandbuch „Qualitätsmanagement für Evangelische Kindertageseinrichtungen" über ein umfassendes Element der Qualitätssicherung. Dieses schließt in weiten Bereichen die Aufgabenfelder unseres Familienzentrums ein, ohne Sie explizit zu benennen.

 

Über die Leitung kooperieren wir sowohl mit dem örtlichen Arbeitskreis zur Entwicklung von Familienzentren im Rahmen der AG§78, als auch mit der trägerspezifischen Begleitgruppe zur Entwicklung von Familienzentren im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland und dem Verband Evangelischer Tageseinrichtungen e.V.. Der Leiter (Herr Friedrich) des Familienzentrums ist ferner Mitglied der ständigen Steuerungsgruppe für Evangelische Familienzentren der Landeskirche.

 

Wir stellen im Rahmen unserer Arbeit im Familienzentrum und der Schwerpunktarbeit mit Familien

mit Zuwanderungsgeschichte sicher, dass mindestens 10% der MitarbeiterInnen an Fortbildungen

und Fachtagungen zum Thema „Interkulturelle Kompetenz" und mindestens 30% aller MitarbeiterInnen an Fortbildungen und Fachtagungen zum Thema „Familienzentrum" teilnehmen.

Erreicht wird dies durch die Verpflichtung in den Dienstanweisungen der MitarbeiterInnen zur

Teilnahme an Fortbildungen von 10 Tagen pro Jahr.

 

Stefan Friedrich

Leiter des Familienzentrums

Stand:18. April 2007