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Kurzkonzeption
und Leistungsbeschreibung
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Wir
verstehen die Familie als den Raum, in dem Kinder vorrangig
aufwachsen und sich entwickeln.
Der
Begriff Familie umfasst für uns Lebensformen, in denen Menschen
verschiedener Generationen
dauerhaft
miteinander verbunden sind und füreinander Verantwortung
übernehmen.
Als
evangelisches Familienzentrum sehen wir unsere primäre Aufgabe in
der Unterstützung von
Familien
in ihren vielfältigen Aufgaben. Wir möchten in diesem Zusammenhang
verlässliche Rahmenbedingungen bieten,
die die Leistungsfähigkeit von Familien stützen und die
bedarfsorientierten Angebote
einer familiengerechten Infrastruktur in unserem Familienzentrum
bündeln.
Nach
einer gründlichen Analyse der Bedarfe, der Angebotsstruktur für
Familien vor Ort und der
Sozialraumstruktur
im Einzugsbereich unserer Einrichtung sind wir vielfältige
Kooperationen eingegangen.
Diese
halten nach unserer Auffassung eine vielfältige am Bedarf von
Eltern und Kindern
ausgerichtete
Angebotsstruktur in unserem Familienzentrum bereit.
Da
sich sowohl Bedarfe als auch Bedingungen innerhalb unseres
Sozialraumes verändern, ist eine
regelmäßige
Überprüfung der Ausgangssituation mit den tatsächlich vorhandenen
Bedingungen für
uns
obligatorisch. Die Angebotsstruktur in unserem Familienzentrum ist
bewusst niederschwellig
und
dynamisch: Sie verändert sich mit den sich ändernden
Rahmenbedingungen und sie ist in acht Bereiche
gegliedert, die wir im Folgenden näher beschreiben.
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1.
Beratung und Unterstützung von Kindern und Familien
Um
eine vernetzte Angebotsstruktur dauerhaft nutzen zu können,
verfügt unser Familienzentrum
über
ein aktuelles Verzeichnis von Beratungs- und
Therapiemöglichkeiten sowie eine Übersicht zu Angeboten
der Gesundheits- und Bewegungsförderung in unserer Umgebung.
Durch
unterschiedliche Gesprächsanlässe (Hausbesuche, regelmäßige
Entwicklungsgespräche (2
mal
pro Jahr mit allen Eltern), Konfliktgespräche, etc.) stellen wir
sicher, dass ein guter Austausch mit
den Familien gewährleistet wird. In Absprache mit der
Beratungsstelle stellen wir für Eltern einen
Kontakt zur Beratungsstelle her, begleiten wir Eltern in die offene
Sprechstunde oder zum Erstgespräch,
begleiten den gesamten Prozess bzw. vereinbaren Wege zur
Rückmeldung an die Kindertagesstätte.
Wir
organisieren eine offene Sprechstunde der
Erziehungsberatungsstelle in unseren Räumlichkeiten an
jedem 3. Montag im Monat in der zeit von 14.00-15.00 Uhr. Sollte
eine individuelle Erziehungsberatung in
unseren Räumen gewünscht sein, so ist dies aufgrund unseres
großzügigen Platzangebotes in
einer ungestörten Beratungssituation möglich. Ansonsten findet die
Beratung in den Räumlichkeiten
der Beratungsstelle ca. 800m Fußweg vom Familienzentrum statt.
In
Kooperation mit der RAA Berg, Gladbach bieten wir in den Räumen der
KiTa Familien mit Zuwanderungsgeschichte Hilfen
zur Überwindung sprachlicher Barrieren an.
Wir
organisieren unterschiedliche Eltern-Kind-Gruppen für Familien
mit unter dreijährigen Kindern durch
das Erwachsenenbildungsbüro der Ev. Kirchengemeinde Leichlingen. Im
Ev. Gemeindezentrum (1km
von der KiTa entfernt) finden mindestens 1x wöchentlich folgende
Angebote statt:
Geleitete
Babygruppen mit Informationen und Austausch rund um das erste
Lebensjahr (Ernährung, Pflege,
Prävention, päd. Themen), gestaffelt nach Lebensalter
Säuglingsgymnastik,
Geleitete
Eltern-Kind-Gruppen, Integrative
Eltern-Kind-Gruppe für Kinder ab dem 2. Lebensjahr mit und ohne
Behinderung, Eltern-Kind-Gruppe
ohne ständige Begleitung.
Bereits
seit vielen Jahren finden in unserer Einrichtung Projekte und Kurse
zur Sprachförderung
statt.
Diese Sprachfördermaßnahmen für Kinder im Alter zwischen vier
Jahren und dem Schuleintritt stehen
auch Kindern aus anderen Kindertageseinrichtungen und Kindern, die
keine Kindertageseinrichtung besuchen,
offen und werden von diesen besucht. Diese Kooperation mit den
anderen Kindertageseinrichtungen
und dem örtlichen Jugendamt ist seit einigen Jahren gelebte Praxis.
Wir verfügen
mit den Herner Materialien über ein anerkanntes Verfahren zur
allgemeinen Früherkennung.
Dies
wurde in einer Teamfortbildung mit unserem Coach im Rahmen der
Entwicklung eines
Sozialen Frühwarnsystems für unser Familienzentrum eingeführt.
Zusätzlich verwenden wir im
Bereich der Sprachförderung die „Sismik und Seldak"
Beobachtungsbögen, sowie den Recklinghauser Beobachtungsbogen
der Initiative für das seelisch gesunde Kind zur Vorlage bei den
Vorsorgeuntersuchungen
U8 und U9. Durch die Unterschrift der Eltern zur
Schweigepflichtentbindung gewährleisten
wir einen fallbezogenen Informationsaustausch mit den beteiligten
Kinderärzten.
Aufsuchende
Elternarbeit ist für uns obligatorisch und in der Konzeption der
Kindertageseinrichtung
verankert.
Vor jeder Aufnahme in die KiTa steht ein Hausbesuch. Durch die
Kooperation mit
der
RAA Berg. Gladbach haben wir auch hier die Möglichkeit, im
Bedarfsfall auf mehrsprachige
Ansprechpersonen
zurückgreifen zu können.
Gemeinsam
mit der Sprachtherapeutischen Praxis Annette Herweg und der
ergotherapeutischen
Praxis
Hans-Jörg Kühn haben wir für Kinder die Möglichkeit
individueller Therapien in unseren
Räumlichkeiten
geschaffen. Während unserer Öffnungszeiten können Kinder in die
nahe gelegenen
Praxen
gebracht werden. Ab dem 08. Mai 2007 gibt es zusätzlich das Angebot
einer Ergo- und
Sprachtherapeutischen
Versorgung von Kindern in unserem Haus (Sprachtherapie: dienstags
und
donnerstags
von 08.30-13.00 Uhr; Ergotherapie: dienstags von 08.30-14.00 Uhr).
Die
offene Sprechstunde der Sprach- und Ergotherapeuten ist jeden 2.
Montag im Monat in der Zeit von
14.00-15.00 Uhr im Familienzentrum. Mit beiden Praxen bieten wir
regelmäßig Informationsveranstaltungen für
Eltern im Rahmen unseres Elternforums an.
Auf
Anfrage ermöglichen wir Familienselbsthilfeorganisationen und
Elternvereinen, Treffen und
Beratungen
in unseren oder den Räumlichkeiten der Ev. Kirchengemeinde
durchzuführen.
Beratungsleistungen
zu nicht-erziehungsbezogenen Themen wie z.B. Schuldnerberatung,
Haushaltsorganisationstraining etc.
werden durch uns in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Leverkusen
organisiert (zuständig: Frau Pott und Frau Boje) und sind im
Kooperationsvertrag festgeschrieben.
Die
Frühförderstelle der Lebenshilfe Rhein-Wupper e.V. bietet
in unseren Räumen jeden Montag in der
Zeit von 15.00-17.00 Uhr eine feste Frühfördergruppe an. Dieses
Angebot konnte vorher nur in Wermelskirchen
(ca. 22km entfernt) wahrgenommen werden und war mit entsprechenden
Fahrzeiten versehen.
Zusätzlich ermöglichen wir allen Eltern die Möglichkeit eines
Erstkontaktes sowie einer
Entwicklungsüberprüfung des Kindes in unserem Familienzentrum.
Eine
offene Sprechstunde der Frühförderstelle haben wir an jedem 1.
Montag im Monat zwischen
13.30
und 14.30 eingerichtet. Alle
Angebote und Dienstleistungen wurden von den anbietenden Personen
dem gesamten Team vorgestellt.
Mit
Frau Edeltraud Koch (Gruppenleiterin in der KiTA) stellen wir
sicher, dass in unserem Familienzentrum eine
Fachkraft durch Teilnahme an einem dauerhaften Arbeitskreis des
Rheinisch Bergischen Kreises
für interkulturelle Öffnung spezialisiert ist.
Mit
Frau Kathrin Fassin (Kinderschutzfachkraft und Mitarbeiterin
des DKSB) stellen wir sicher,
dass
das Thema „Kinderschutz" kompetent bearbeitet wird. Frau
Fassin hat zuletzt im Mai 2005
eine
ganztägige Fortbildung mit dem gesamten Team zum Thema „Kinderschutz"
durchgeführt.
xx
2.
Familienbildung und Erziehungspartnerschaft
Unser
Familienzentrum hat sich zum Ort von Familienbildung entwickelt. Wir
halten ein vielfältiges
Angebot
vor, das durch Elternwünsche und -anregungen mitgestaltet wird.
Insbesondere unter
diesem
Aspekt machen wir für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte spezielle
Bildungsangebote.
Um
den Eltern einen möglichst umfassenden Überblick über die
vorhandenen Angebote zu verschaffen, haben
wir ein aktuelles Verzeichnis der Eltern- und Familienbildung in
unserer Region
zusammengestellt.
Zur
Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern organisieren wir mit
Unterstützung des Erwachsenenbildungsbüros der
Ev. Kirchengemeinde regelmäßig Elternkurse (Starke Eltern -
Starke Kinder.
Die Kurse sind so
angelegt, dass 30% der Eltern die Möglichkeit haben, diese zu
besuchen.
Das
Kursangebot umfasst sowohl Nachmittagsveranstaltungen mit
Kinderbetreuung im Familienzentrum als
auch Abendveranstaltungen mit der Möglichkeit der
Babysittervermittlung.
Ein
Elterncafé findet in unserer Elternschaft bisher keine Resonanz.
Dies wurde durch unsere Umfrage im
Dezember erneut deutlich bestätigt. Als alternativen Treffpunkt
bereiten wir eine Elternbibliothek vor,
die den Eltern als Treffpunkt dienen kann.
Im
Rahmen unseres Elternforums organisieren wir Elternveranstaltungen
zu unterschiedlichen pädagogischen Themen
und Fragestellungen (12x pro Jahr).
Die
Veranstaltungen werden gesondert über Aushänge, Flyer,
Gemeindebrief und dem Programmheft der
Erwachsenenbildung (überregional) bekannt gegeben. Die Angebote
sind so strukturiert, dass
Sie auch von vollberufstätigen Eltern wahrgenommen werden können.
Ein Beispiel hierfür wäre
das in Kooperation mit der Fachstelle für Männerarbeit der EKiR
stattfindende Väter-Kind- Wochenende
Anfang September 2007 oder die wöchentlich in unseren
Räumlichkeiten stattfindende Wirbelsäulengymnastik
(dienstags von 16.30- 18.00 Uhr in 2 Gruppen).
Speziell
für die Familien mit Zuwanderungsgeschichte organisieren wir
regelmäßige Treffen in
Kooperation
mit der RAA Berg. Gladbach. Hier werden pädagogische Fragen und
Erziehungsfragen in
türkischer Sprache diskutiert und die Arbeit des Familienzentrums
erläutert bzw. Bedarfe abgefragt.
Dieses Angebot soll auch für andere Sprachen ausgebaut werden.
Gemeinsam mit dem Bundesamt
für Migration und Flüchtlinge (Herr Kornwinkel)und der RAA
(Frau Dr. Caperle) erarbeiten wir
ein Konzept und die Implementierung von Deutschkursen in
Zusammenarbeit mit der VHS
Bergisches Land (Frau Langholz-Baumgartner).
Das
„Rucksackprojekt" führen wir bereits seit mehreren Jahren
erfolgreich durch. (RAA Frau Selver
Kalay)
Grundsätzlich
ermöglichen wir Eltern die Durchführung selbstorganisierter
Aktivitäten in unseren
Räumen
bzw. dem Außengelände. Hierunter fallen auch die Grill- und
Abschlussfeiern in den jeweiligen Gruppen
sowie Übernachtungen von Kindern und Eltern in der KiTa.
Im
Bereich der Gesundheits- und Bewegungsförderung bieten wir
gezielte Eltern-Kind-Turnkurse an.
Diese finden wöchentlich mittwochs ab 16.00 Uhr in unserer
Turnhalle statt.
Um
die musikalische Früherziehung in unserer KiTa zu ergänzen,
bieten wir unterstütz durch den Freundeskreis
der Ev Kindertagesstätte Leichlingen e.V. wöchentlich
stattfindende Kurse zur musikalischen Früherziehung
immer donnerstags ab 14.00 Uhr in unserer Einrichtung an.
3.
Kindertagespflege
Wir
organisieren die Vermittlung von Tagespflegepersonen in
Kooperation mit der Fachvermittlungsstelle des
Amtes für Jugend und Schule der Stadt Leichlingen.
Durch
die enge Kooperation mit dem örtlichen Jugendamt (Frau
Dagmar Jankowiak) verfügen wir über
Kenntnisse der Tagespflegepersonen in unserer Stadt. Diese werden in
unsere Veranstaltungen (Elternforum;
Teamfortbildungen, Tag der offenen Tür) eingebunden.
Durch
regelmäßige Treffen im örtlichen Arbeitskreis mit der
Fachvermittlungsstelle stellen wir sicher, dass
wir auf Fragen zum Thema Tagespflege kompetent eingehen können.
Frau
Jankowiak hat regelmäßige wöchentliche Sprechzeiten, die sie im
Rahmen unserer Kooperation anbietet.
Entsprechende Informationsmaterialien für Eltern stehen im
Familienzentrum und bei den
Kooperationspartnern zur Verfügung. Dadurch werden auch Familien
mit unter dreijährigen Kindern
erreicht, die keine Kindertageseinrichtung besuchen.
Über
die Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe verfügen
wir über Kenntnisse von Tageseltern, die
eine Kompetenz für die Betreuung von Kindern mit Behinderungen
haben. Analog gilt dies
für Tageseltern mit interkulturellen Kenntnissen durch die RAA
Berg. Gladbach und die örtliche Fachvermittlungsstelle.
Eine
Teilnahme von Tagespflegeltern an Spielgruppen und zur Vorbereitung
des Übergangs der
Kinder
in die Kindertageseinrichtung ist möglich und ausdrücklich
erwünscht.
Mit
der Fachvermittlungsstelle ist die Einrichtung eines regelmäßigen
Treffens von Tageseltern in
unseren
Räumen sichergestellt. Dies wurde in der JHA-Sitzung am 13.03.2007
beraten und ab Mai
2007
umgesetzt. Die Begleitung durch die Tageselterngruppe erfolgt
zunächst durch die Leitung
des
Familienzentrums (Herr Stefan Friedrich) und die zuständige
Mitarbeiterin im örtlichen Jugendamt(Frau Dagmar Jankowiak). Die
Qualifizierung der Tagespflegepersonen erfolgt nach den
für
den Rheinisch Bergischen Kreis einheitlich festgelegten Kriterien,
die im Wesentlichen an das
DJI-Programm
anschließen.
4.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Unser
Familienzentrum unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf. Wir sind die Einrichtung mit
den längsten Betreuungszeiten in der Stadt.
Der
zeitliche Betreuungsbedarf wird von uns bereits bei der Anmeldung so
abgefragt, dass wir auch Bedarfe
erfassen, die über unsere momentanen Öffnungszeiten hinausgehen.
In
einmal jährlich stattfindenden Umfragen eruieren wir den zeitlichen
Betreuungsbedarf der Familien
und
erfassen dabei auch Zeiten außerhalb unseres Kontingentes.
Für
Eltern mit Betreuungsbedarf außerhalb unserer Öffnungszeiten
organisieren wir eine entsprechende
Beratung.
In
unserer Einrichtung organisieren wir für alle Eltern die dies
wünschen ein warmes Mittagessen. Darüber
hinaus ermöglichen wir Eltern und Geschwisterkindern die Teilnahme
an der Mahlzeit.
Für
die Betreuung der Kinder im häuslichen Bereich verfügen wir über
einen Pool von Babysittern
zur
Vermittlung an interessierte Eltern. Eine Notfallbetreuung für
Kinder, deren Geschwister die
Kindertageseinrichtung
besuchen wird durch uns organisiert. Dies gilt ebenfalls für die
Notfallbetreuung einrichtungsfremder
Kinder und Familien im Zusammenhang mit Ferienbetreuung oder anderer
Schließungszeiten durch Kooperation mit benachbarten
Kindertageseinrichtungen (Elterninitiative „Arche
Noah"; Ev. Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt",
städtische Kindertagesstätte „Förstchen").
Im
Bedarfsfall organisieren wir das Bringen und Abholen der Kinder
durch Rücksprache mit anderen
Eltern
aus dem Wohnumfeld der betroffenen Familie. Eine häusliche
Betreuung im Krankheitsfall
wird
von uns in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Leverkusen (Frau
Christa Pott)
durch
die Familienhilfe organisiert.
5.
Sozialraumbezug
Am
Anfang dieser Kurzkonzeption haben wir die Bedeutung des
Sozialraumbezuges und der damit
verbundenen
Niedrigschwelligkeit der Angebote bereits kurz dargestellt.
Die
Entwicklung unserer Angebotsstrukturen sowie deren Inhalte erfolgten
aufgrund einer ausführlichen Analyse
der sozialen Lage der Menschen in unserem Einzugsbereich. Gemeinsam
mit der kommunalen
Fachberaterin, der kommunalen Jugendhilfeplanung und dem
Vorsitzenden des Presbyteriums der
Ev. Kirchengemeinde Leichlingen haben wir uns einen Überblick über
die Situation der
Menschen in unserem Einzugsbereich verschafft. Aufgrund ständiger
Teilnahme an der AG§78 (mindestens
4x im Jahr) und den Kontakten in den Jugendhilfeausschuss verfügen
wir über aktuelle qualitative
Informationen aus unserem Umfeld.
Daraus
resultierend ist es zu einer Schwerpunktbildung im Bereich „Interkulturelle
Arbeit" in unserem Familienzentrum
gekommen, weil an keinem anderen KiTa-Standort in der Stadt eine
solche Zahl von
Familien mit Zuwanderungsgeschichte auftritt.
Durch
den Kontakt zu den Grundschulen im regionalen Arbeitskreis
KiTa-GGS ergibt sich daraus
weiterhin
eine engere Kooperation mit der Grundschule (GGS Büscherhof,
Leichlingen), die die
meisten
Kinder aus diesen Familien betreut und der dort vorhandenen Offenen
Ganztagsschule. Der Schulleiter
und die Leiterin der OGS sind in die Sitzungen des
Kindertagesstättenausschusses des Trägers
eingebunden. Des Weiteren gibt es regelmäßige gemeinsame Treffen
zwischen der Leitung des
Familienzentrums und der Leitung der OGS. So ist ein
institutionsübergreifender Austausch im Sinne
einer inhaltlichen und strukturellen Vernetzung entstanden.
Grundsätzlich
können alle interessierten Familien, nicht nur aus den benachbarten
Kindertageseinrichtungen, unsere
Angebote nutzen. Dies wird aus den bereits geschilderten
Vernetzungen und der Verbreitung
unserer Angebote auch an den Grundschulen deutlich.
Durch
regelmäßige Dienstbesprechungen mit dem Träger des
Familienzentrums sowie ein regelmäßiges Treffen
aller Kooperationspartner (beides mindestens 1x im Jahr) stellen wir
sicher, dass unsere Angebote
im Hinblick auf den Bedarf im Umfeld überprüft werden. Dies ist in
unseren Kooperationsverträgen festgeschrieben.
6.
Kooperation und Organisation
Durch
das große Raumangebot in unserer Einrichtung und durch die
Räumlichkeiten im Gemeindezentrum der
Ev. Kirchengemeinde Leichlingen verfügen wir über eine Vielzahl
von Möglichkeiten zur
Durchführung der unterschiedlichen Angebote. Da diese fußläufig
nur etwa 1 km auseinander liegen
ist eine entsprechende Nutzung für Eltern unproblematisch. Eine
wechselseitige Beeinträchtigung zwischen
den Angeboten im Familienzentrum und der pädagogischen Arbeit in
der Kindertageseinrichtung ergibt
sich nicht.
Zur
einfacheren Orientierung für alle pädagogisch tätigen Kräfte
sowie für alle MitarbeiterInnen der Kooperationspartner
haben wir eine Aufstellung angefertigt, aus der klar ersichtlich
ist, wer für welche Aufgaben
und Angebote im Familienzentrum zuständig ist. Dieses
Kooperationsverzeichnis ermöglicht
ebenfalls die Kontaktaufnahme der Kooperationspartner untereinander,
da alle hierfür benötigten
Informationen aus dieser Liste hervorgehen.
Eine
Lenkungsgruppe bestehend aus der Leitung des Familienzentrums
(Herr Stefan Friedrich),
Vertretern
des Trägers (Herr Arntz; Herr Görn), sowie dem
Erwachsenenbildungsbüro (Frau Christiane Broemel)
trifft sich etwa monatlich, um über die Weiterentwicklung des
Familienzentrums zu beraten.
Schriftliche
Kooperationsvereinbarungen haben wir getroffen mit:
-
Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder der katholischen
Erziehungsberatung e.V.
-
Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirchengemeinde Leichlingen
-
Amt für Jugend und Schule der Stadt Leichlingen
-
RAA Bergisch Gladbach
-
Fachstelle für Männerarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland
-
Diakonisches Werk des Evangelischen Kirchenkreises Leverkusen
-
Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe Rhein-Wupper e.V.
-
Fachstelle für Prävention des Diakonischen Werkes im Evangelischen
Kirchenkreis Lennep
7.
Kommunikation
Wir
sorgen als Familienzentrum für die Bekanntmachung unserer Angebote.
Wir versuchen zielgruppendifferenziert und
zielgruppenspezifisch vorzugehen.
Aus
den erstellten Flyern sind die Angebote aus allen Leistungsbereichen
ersichtlich. Zusätzlich
werden
die aktuellen und anstehenden Angebote über die Infotafeln im
Familienzentrum bekannt
gegeben
und im Gemeindebrief sowie der lokalen Presse veröffentlicht.
Über
die Internetseite der Evangelischen Kirschengemeinde Leichlingen ( http://www.kirche-leichlingen.de ) und den entsprechenden Link auf
der Startseite, oder direkt über http://www.kirche-leichlingen.de/kita/familienzentrum/programm.htm
und über unsere Emailadresse familienzentrum.leichlingen@online.de
können Familien jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen und eine
schnelle Rückmeldung (i.d.R. innerhalb von 24 Stunden) erhalten.
Präsentiert
werden unsere Angebote und Veranstaltungen ebenfalls durch einen
jährlichen Tag der offenen
Tür oder ein entsprechendes Fest (Sommerfest, Gemeindefest,
Stadtfest, Bürgerfest, etc.).
8.
Leistungsentwicklung und Selbstevaluation
Als
Familienzentrum sehen wir eine wichtige Aufgabe in der
kontinuierlichen Anpassung und Weiterentwicklung unseres
Konzeptes und unserer Leistungen.
Grundlage
hierfür bildet diese Konzeption/Leistungsbeschreibung und die in
Zusammenhang mit
dieser
erstellten Unterlagen.
Wir
stellen ferner sicher, dass durch eine jährlich stattfindende
Bedarfsabfrage mit speziell auf das Familienzentrum
ausgerichteten Fragestellungen, die Bedarfe von Eltern erkannt und
frühzeitig umgesetzt
werden können.
Fragestellungen
zum Thema „Familienzentrum" sind regelmäßiger Bestandteil
unserer monatlich
stattfindenden
Gesamt-Teambesprechungen.
Die
Kooperation mit dem örtlichen Jugendamt ist für uns
selbstverständlich. Die Einrichtung der
Angebotsstruktur
in unserem Familienzentrum erfolgte ebenfalls in enger Abstimmung
mit diesem.
Wir
verfügen mit dem Bundesrahmenhandbuch „Qualitätsmanagement für
Evangelische Kindertageseinrichtungen" über
ein umfassendes Element der Qualitätssicherung. Dieses schließt in
weiten Bereichen
die Aufgabenfelder unseres Familienzentrums ein, ohne Sie explizit
zu benennen.
Über
die Leitung kooperieren wir sowohl mit dem örtlichen Arbeitskreis
zur Entwicklung von Familienzentren im
Rahmen der AG§78, als auch mit der trägerspezifischen
Begleitgruppe zur Entwicklung von
Familienzentren im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland und
dem Verband Evangelischer
Tageseinrichtungen e.V.. Der Leiter (Herr Friedrich) des
Familienzentrums ist ferner
Mitglied der ständigen Steuerungsgruppe für Evangelische
Familienzentren der Landeskirche.
Wir
stellen im Rahmen unserer Arbeit im Familienzentrum und der
Schwerpunktarbeit mit Familien
mit
Zuwanderungsgeschichte sicher, dass mindestens 10% der
MitarbeiterInnen an Fortbildungen
und
Fachtagungen zum Thema „Interkulturelle Kompetenz" und
mindestens 30% aller MitarbeiterInnen an
Fortbildungen und Fachtagungen zum Thema „Familienzentrum"
teilnehmen.
Erreicht
wird dies durch die Verpflichtung in den Dienstanweisungen der
MitarbeiterInnen zur
Teilnahme
an Fortbildungen von 10 Tagen pro Jahr.
Stefan
Friedrich
Leiter
des Familienzentrums
Stand:18.
April 2007
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