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Kantorei

13.1.2013: Musikalische Teestunde zum Neuen Jahr
TANZ UND GESANG
War es die Ankündigung, unsere neue, junge Kantorin, Tanja Luthner, tanzen zu sehen, dass die zunächst 160 aufgestellten Stühle im Gemeindesaal nicht gereicht haben? Oder war es das 'so andere', sehr interessante und viel versprechende musikalische Programm, zu dem der Freundeskreis für Kirchenmusik dieses Jahr seine Gäste eingeladen hat?


Jedenfalls warteten alle mit Spannung darauf, 'was da kommen sollte'.
Das Programm begann nicht, wie angekündigt, mit Frédéric Chopins Polonaise f-moll, sondern mit seinem Andante spinato, gefolgt von der mitreißenden Polonaise in As-Dur, das der Stuttgarter Pianist Alexander Reitenbach auf eine grandios-virtuose Weise vortrug. Das begeisterte Publikum dankte ihm mit einem minutenlangen Applaus.

Tanja Luthners vielseitige musikalische Begabung, die sie seit Beginn ihres Wirkens in Leichlingen im Orgelspiel,  in Chor- und Orchesterkonzerten, solistischem Gesang klassischer Werke und großartigen Querflöten-Soli den Leichlingern präsentiert hatte, zeigte sich in der ‚Musikalischen Teestunde’ um noch mindestens zwei Facetten erweitert – den Musical-Gesang und den Ballett-Tanz.
In "Gold von den Sternen", "Totale Finsternis" (mit ihrem Tanzlehrer Angel Blasco), "Zeit in einer Flasche" und "You’ll be in my heart" drückte sie, kongenial begleitet von Alexander Reitenbach, eindrucksvoll verschiedene Facetten der Liebe aus.

Unterbrochen wurden die Gesangsdarbietungen durch drei - zum Thema 'Liebe' passenden - Lesungen von Ellen Lange (Vorsitzende des Freundeskreises für Kirchenmusik): Die zertanzten Schuhe der Gebrüder Grimm und Der unartige Knabe von Christian Andersen machten deutlich, dass die Liebe sich – manchmal ganz listenreich – das Ihre nimmt.

Den Höhepunkt bildete die letzte Darbietung des Programms. Unprätentiös - im Programm mit 'Tanz' angekündigt - erzählten Tanja Luthner und Angel Blasco, musikalisch wiederum unterstützt von Alexander Reitenbach, tänzerisch die witzige Geschichte von einer Frau, die sich einen Mann erobert, wobei er denkt, er erobere sie. Als sie sich am Ende seinen Hut aufsetzt, ist klar, wer künftig „die Hosen an haben“ wird.

Der minutenlange, rhythmische Applaus war verdient. Allerdings – ohne Zugabe kamen die drei Virtuosen nicht davon: "Totale Finsternis" und der Tanz verfehlten auch in der Wiederholung nicht ihre Wirkung, und das nimmersatte Publikum musste nach einigen Minuten stürmischen Beifalls zur Heimkehr bewegt werden. Seine Dankbarkeit äußerte sich in zwei wohl gefüllten Spendenkörbchen am Ausgang.

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